Ja zum neuen alten Superintendenten – Nein zur Abschaffung des Sozialtickets

Evangelisches Parlament positioniert sich.


Meschede. Von einer Finanzsynode erwartet man eher trockene Themen. Doch am letzten Samstag im November bei der Synode des Kirchenkreises Arnsberg im Kreishaus ging es in weiten Teilen um Menschen. Und um Strukturen, die Kirche darin unterstützten, für Menschen Gottes Spuren in der Welt sichtbar zu machen.
Gleich zu Beginn unterbreitete Pfarrer Ulrich Homann aus Meschede den Wahlvorschlag des Nominierungsausschusses. Pfarrer Alfred Hammers Dienstzeit als Superintendent endet im Februar 2018. Nach Gesprächen mit ihm und der Bielefelder Kirchenleitung hat der Ausschuss vorgeschlagen, Hammer bis zum 31. Dezember 2018 wiederzuwählen. Er würde damit ein Vierteljahr über seine Pensionierung hinaus arbeiten und könnte den Kirchenkreis in Ruhe als geistlicher Leiter auf die Gründung des neuen Kirchenkreises Soest-Arnsberg im Januar 2019 vorbereiten. Mit einer satten Mehrheit von 53 von 55 Stimmen bestätigten die Synodalen Hammer im Amt. „Ja, ich nehme die Wahl gerne an“, dankte er den Synodalen für ihr Vertrauen. Seine Freude auf die Arbeit im kommenden Jahr war ihm deutlich anzumerken.

Reformationsjubiläum – evangelisch und ökumenisch
In seinem Bericht über das letzte Jahr blickte er zurück auf erfolgreiche Stationen des Reformationsjubiläums. Er dankte für das Engagement der Mitarbeitenden im Kirchenkreis und den Kirchengemeinden: “Damit haben wir eine gute Außenwirkung erzielt und deutlich gemacht, was der Inhalt unseres Glaubens ist und wofür die Evangelische Kirche im Sauerland steht“. Besonders erwähnte er den Empfang am Todestag Luthers im Februar mit den eindrücklichen Vorträgen der Professoren Dr. Albrecht Beutel, Münster, und Dr. Norbert Lammert, Berlin. Er erinnerte an die Aufführung des Luther-Projekts durch Kreiskantor Gerd Weimar, der mit einem großen Team von Menschen aus den Kirchenkreisen Arnsberg und Soest zwei beeindruckende Aufführungen gestaltet hat. Erfreut äußerte sich Hammer über die intensive Annäherung der Kirchen im Laufe des Reformationsjubiläums: „Eine sich immer mehr vertiefende Beziehung zwischen Kirchenkreis und Abtei, verbunden mit dem Bergkloster Bestwig und den drei Dekanaten im Hochsauerland entwickelte sich.“ Dazu Prof. Dr. Matthias Haudel, der in Münster ökumenische Theologie lehrt: “Wir können nicht in die Zukunft gehen, ohne die ökumenischen Partner mitzunehmen.“

Vier Kirchenkreise – ein Verwaltungsverbund
Zufrieden wies Hammer auf strukturelle Entwicklungen hin: Am 1. Januar 2018 wird das neue Kreiskirchenamt Sauerland-Hellweg aus den Verwaltungen der Kirchenkreise Lüdenscheid-Plettenberg, Iserlohn, Soest und Arnsberg gebildet. Bernd Göbert, bisheriger Leiter des Kreiskirchenamtes Soest/Arnsberg, wird es leiten. Sein Stellvertreter wird Matthias Tast aus Bestwig. Er ist seit 19 Jahren Vorsitzender im kreiskirchlichen Finanzausschuss Arnsberg und Mitglied im Ständigen Finanzausschuss der Evangelischen Kirche von Westfalen. Der Superintendent verabschiedete ihn aus seinen kreiskirchlichen Ämtern, dankte ihm dafür, dass er nie nur auf Zahlen geachtet, sondern immer nach dem gefragt habe, was der Kirche nutzt. Tast dankte den Leitungsgremien für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Den Vorsitz im Finanzausschuss übernimmt Rüdiger Strenger, Leiter der BWT, Briloner Wirtschaft und Tourismus.
Zum letzten Mal berichtete Tast von den Finanzentscheidungen der Landessynode und bereitete damit die Einbringung der Finanzvorlagen durch Göbert vor.

Haushaltsplan mit schwarzer Null
Der blickte zurück auf das Haushaltsjahr 2016, stellte die mittelfristige Finanzentwicklung dar und brachte den letzten Haushaltsplan für den Kirchenkreis Arnsberg im Jahr 2018 ein. Der wird jetzt entsprechend dem Neuen Kirchlichen Finanzmanagement nicht mehr kameral sondern kaufmännisch abgebildet und beläuft sich in Erträgen und Aufwendungen auf 6.483.600,00 €. Mit Beifall wurde allen Mitarbeitenden in der Verwaltung gedankt, die sich weit über das normale Maß hinaus dafür einbringen, dass diese Umstellung wie geplant am 1. Januar 2018 umgesetzt werden kann.
Dank der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland können für das nächste Jahr leicht steigende Kirchensteuereinnahmen angesetzt werden. Die Landeskirche geht von einem Zuwachs von rund 1 % aus. Hierdurch ist trotz steigender Personalkosten durch zurzeit relativ hohe Tarifabschlüsse ein Haushaltsausgleich im Kirchenkreis Arnsberg möglich. Die Reserven im Haushalt sind jedoch nur noch sehr gering. Dies unterstreicht, dass der Schritt der Vereinigung der beiden Kirchenkreise Soest und Arnsberg richtig ist. Hierdurch können Synergien genutzt werden, die auch zukünftig eine breit aufgestellte inhaltliche Arbeit der Ev. Kirche im Sauerland erlaubt.

Neuer Kirchenkreis Soest-Arnsberg
Dazu berichtete Hammer: Strukturelle Entscheidungen seien getroffen und Arbeitsaufträge erteilt worden. Jetzt müsse ein Leitbild entwickelt werden, das festhält, was Menschen in den bisher zwei Kirchenkreisen wichtig ist. Für diese Gespräche mit vielen Menschen müssten Strukturen gefunden werden, ergänzte Superintendent Dieter Tometten aus Soest: „Wir brauchen dafür Zeit“.

Mobilität für alle
Hammer, der als Superintendent auch Vorsitzender des Verwaltungsrats der Diakonie Ruhr-Hellweg ist, erwähnte die erfolgreiche Arbeit der Kaufnett-Läden der Diakonie. Hier erlebe man Mitarbeitende, „die in sich Fähigkeiten entdecken, die ihnen endlich den Weg ins Leben bahnen“.
Daran anknüpfend beschloss die Synode, die Kirchenleitung und Verantwortliche der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe zu bitten, sich bei den zuständigen Landespolitikern dafür einzusetzen, dass die 40 Mio., die das Land bisher als Zuschuss für das Sozialticket bereitgestellt hat, im Haushalt verbleiben. Denn, so die Begründung: “Mobilität ist für alle Menschen lebenswichtig. Gerade Bedürftige sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen“. Im HSK nutzen seit Januar 2017 2400 Menschen im Monat das Sozialticket. Für 32,50 € können sie damit im ganzen Kreis öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Dank der Landeszuschüsse von 380 000 Euro kann der Kreis den Verkehrsträgern für jedes Ticket eine Subvention weiterleiten.

Kontakt zur westfälischen Landeskirche
Doris Damke, Oberkirchenräten aus Bielefeld, ist neue Theologische Ortsdezernentin des Kirchenkreises Arnsberg. „Ich freue mich auf diese Aufgabe“, sagte sie in ihrem Grußwort. Sie sprach über die Grüße, mit denen Paulus brieflich seinen Adressaten vermittelt: „Schreibend bin ich mit euch verbunden, denke und bete für euch“. Solche Verbundenheit versprach sie der Arnsberger Synode. Fachkundig beantwortete sie Fragen, korrigierte kleine Fehler und zählte die Stimmzettel mit aus.
Von der Landessynode, die eine Woche zuvor in Bielefeld getagt hatte, berichteten Axel Werkmüller aus Sundern über die Verfolgungen orientalischer christlicher Gemeinden und Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer aus Meschede über Entscheidungen der Synode, die die die Zusammenarbeit von Pfarrer/innen, anderen Berufen und Ehrenamtlichen erleichtern und Pfarrstellen attraktiv machen sollen. KKB

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Der Kreissynodalvorstand mit Rechnungsprüferin Monika Hunsinger (5.v.links), Superintendent Alfred Hammer (7.v.links), der Dezernentin aus Bielefeld Doris Damke (8.v.links), Superintendent Dieter Tometten (9.v.links)  und den zukünftigen Leitern des Kreiskirchenamts Sauerland-Hellweg Bernd Göbert (10.v. links) und Matthias Tast (11.v.links).  Bild: Kathrin Koppe-Bäumer

Evangelisches Parlament wählt Superintendenten und berät über Finanzen

Alfred HammerMeschede. Am Samstag, 25. November kommen die Delegierten der 11 evangelischen Kirchengemeinden und der Arbeitsbereiche sowie Berufene und Beratende im Kirchenkreis Arnsberg zur Herbstsynode zusammen.

Sie beginnt um 9.00 Uhr im Kreishaus in Meschede. Neben der Wahl des Superintendenten stehen folgende Inhalte auf der Tagesordnung: Bericht von der Landessynode, Stand des Vereinigungsprozesses, mehrere Satzungsänderungen, die mittelfristige Finanzentwicklung, kreiskirchliche Haushaltspläne 2018, Rechnungsprüfungen, Anträge aus den Kirchengemeinden und Verschiedenes.
Der Nominierungsausschuss schlägt der Synode zum Top "Wahl" vor, Alfred Hammer erneut zum nebenamtlichen Superintendenten zu wählen und seine Amtszeit bis zum 31.12.2018 andauern zu lassen. Mit diesem Datum wird (voraussichtlich) der neue gemeinsame Kirchenkreis Soest-Amsberg gebildet. Das bedeutet für den Vorgeschlagenen, dass sich seine Amtszeit über das Eintrittsdatum des Ruhestandes, 30.09.2018, um 3 Monate verlängert. Der Vorgeschlagene ist damit einverstanden. Das Landeskirchenamt würde im Fall der Wiederwahl der Verlängerung des Dienstes des Kandidaten bis zum 31.12.2018 zustimmen."
Im Vorfeld der Kreissynode tagte die EKD-Synode vom 12.-15. November in Bonn unter dem Thema: „Wer wir sein werden“. In dieser Woche treten vom 20.-23. November in Bielefeld  die westfälischen Delegierten zur Landessynode zusammen. Den Kirchenkreis Arnsberg vertreten Superintendent Alfred Hammer, die Presbyter Matthias Tast aus Olsberg-Bestwig und  Axel Werkmüller aus Sundern und Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer aus Meschede.

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