Kirche und Kommune - Seite an Seite für eine menschenfreundliche Gesellschaft

Dr. Martin Michalzik auf dem Podium

181124 Dr.Martn Michalzik Wickede

Der Wickeder Bürgermeister wünscht sich, dass Kirche und Kommune zusammenarbeiten.

Meschede. Der Wickeder Bürgermeister unterstrich das Verbindende zwischen Kirchen-und Kommunalgemeinde: „Wir sind beide auf Dauer angelegt, setzen uns für die Menschen ein, haben Geschichte und orientieren uns auf die Zukunft hin.“ Deutschland erscheine entchristlicht, dabei gebe es 20 Millionen Christen. Über die käme wenig vor im öffentlichen Gespräch. Kirche müsse sich als starke Kraft zeigen. Dann würden die polemischen Beiträge mancher politischer Parteien bedeutungslos.
Als Bürgermeister schätze er die kulturellen, spirituellen Veranstaltungen und Bildungsangebote der Kirchengemeinden. Ihm sei wichtig, dass diese Angebote für alle offen sind. Es sei gut, was die Kirche mit ihrer besonderen Ausstrahlung alles mache. Kirche vermittle Werte und Haltungen und sei da, wenn Menschen in existenziellen Krisensituationen Beistand brauchen.
Er wünschte sich von der Kirche, dass sie der allgemein verbreiteten Angst die frohe Botschaft wirkungsvoller entgegensetze. In der kommunalen Verwaltung begegne ihm die Angst unter anderem in kleinteiligen bürokratischen Vorschriften beim Daten-und Brandschutz oder in den Regularien von Ausschreibungsverfahren. Sie verhindere spontane und kreative Reaktionen auf Notsituationen.
Kirche könne dazu auffordern, die Arbeit von Kommunalpolitkern stärker wertzuschätzen. Das seien hoch engagierte Menschen, die Respekt verdienten und nicht ständig nur kritisiert werden dürften. Er forderte auf, dafür zu werben, dass Menschen sich in die Kommunalpolitik einbringen. Eine große Stärke der Kirche sei, dass sie um den Wert von Vergebung wisse. Das könne Menschen helfen, sich ohne Angst für das Gemeinwesen einzusetzen, Handlungsschritte zu versuchen und zu akzeptieren, dass nicht alles gelingt.
„Sie können zuversichtlich weitergehen“, rief er den Arnsberger Synodalen zu, denn Sie hätten 55 Jahre mit Lebenserfahrung hinter sich. „Basteln sie sich eine ausdrucksstarke Flagge, bleiben Sie lokal verbunden, handeln sie protestantisch klar, ökumenisch geradeaus und beten Sie für die Menschen, die politische Verantwortung übernommen haben.“
Text und Bild: Kathrin Koppe-Bäumer

Letzte Tagung ohne Beschlüsse und Haushaltsberatungen

Kreissynode gestaltet Abschied feierlich und mit Diskussion

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 Synodale und Gäste feiern Gottesdienst.
Auf dem Podium vgl.: Sigrid Beer, Andreas Thiemann und
Dr. Martin Michalzik
 Die engagierte Predigerin aus Bielefeld

 

Meschede. Statt der üblichen Themen standen Gottesdienst, Gedanken zu Gegenwart und Zukunft und Begegnungen auf der Tagesordnung der letzten Kreissynode im Ev. Kirchenkreis Arnsberg. Nach 55 Jahre nimmt er am 1. Januar 2019 zusammen mit dem Kirchenkreis Soest die Arbeit im neuen Ev. Kirchenkreis Soest-Arnsberg auf. „Wir gehen gern diesen Weg. Und wir werden glücklich miteinander werden“, prophezeite Superintendent Alfred Hammer, als er im Gemeinsamen Kirchenzentrum die Mitglieder des evangelischen Parlaments begrüßte. Hoch erfreut wandte er sich den zahlreichen Gästen zu: Bürgermeister der Sauerländer Städte, Vertreter aus den katholischen Dekanaten und den Sauerländer Klöstern, Abgesandte der Verbände und Institutionen, Pfarrer im Ruhestand und Gemeindeglieder aus allen Orten, die sich gern an die 55 Jahre im Kirchenkreis erinnerten. Zu den Gästen gehörten auch Superintendent Dieter Tometten aus dem Kirchenkreis Soest und Vertreter der Gemeinden von Börde und Hellweg und des Kirchenkreises.
Den besonderen Ablauf habe er gewollt, gab Hammer zu, um den Abschied zu gestalten und eine Ansage zu machen „in einer Zeit, in der sich so viel verändert – auch bei uns in der Kirche.“ Die Veranstaltung solle deutlich machen, welche Verantwortung evangelische Kirche „für unser Gemeinwesen in den Städten, im Kreis, in der Ökumene, in Politik und Gesellschaft“ habe.
Gut protestantisch eröffneten der Ev. Posaunenchor aus Olsberg, geleitet von Horst Jerzembek, und Gerd Weimar an der Orgel den Abendmahlsgottesdienst mit festlicher Musik. Der Gesang war kräftig und die Aufmerksamkeit groß, als Oberkirchenrätin Doris Damke, die landeskirchliche Ortsdezernentin, zum Bibeltext des Ewigkeitssonntags predigte: Da geht es um enttäuschte Menschen, die - zurückgekehrt aus dem babylonischen Exil  - in der Heimat nichts mehr so, wie erhofft, vorfinden. In diese Unsicherheit verspricht ein Prophet: Gott schafft einen neuen Himmel und eine neue Erde. Darauf sollen die Verunsicherten sich verlassen in ihrer Welt, die aus den Fugen geraten ist.
Gott verleihe Menschen Mut und Tatkraft, Menschen wie uns, die mit dazu beitrügen, dass die Welt aus den Fugen gerät. Denn „wir sind zugleich gerechtfertigt und freigesprochen als auch fehlende und sündige Menschen“ - betonte die Theologin. Von solchen Menschen wolle Gott, damals wie heute, dass sie an „seiner Schöpfung mitwirken“. Auch wenn sich links und rechts eine andere Stimme Gehör verschaffen wolle, zähle Gottes Versprechen: Ich mache alles neu. Diese Zusage helfe der Kirche, ihren Auftrag zu erfüllen, nämlich „Kirche in der Zeit mitzugestalten“. Sie sei gewiss, versicherte Damke, dass die Synodalen des Kirchenkreises Arnsberg dies auch im zukünftigen Kirchenkreis im Licht der Verheißungen Gottes tun würden, „mit getröstetem, unerschrockenem und zielgeleiteten Wagemut eines Christenmenschen“.
Weiterhin gestalteten den Gottesdienst Dechant Hubertus Böttcher aus Arnsberg, Mitglieder des Kreissynodalvorstands und der kreiskirchlichen Arbeitsbereiche. Beim Abendmahl geistlich und vom anschließenden Imbiss materiell gestärkt wurde die Gemeinde zum Publikum einer vom evangelischen Journalisten Andreas Thiemann moderierten Podiumsdiskussion. Der legte mit seinem Konfirmationsspruch „Ich schäme mich des Evangeliums nicht“ den Roten Faden an, der sich auch wiederfinden ließ in den Kurzvorträgen und Gesprächsbeiträgen von Sigrid Beer, Abgeordnete der Grünen/Bündnis 90 im Düsseldorfer Landtag und Dr. Martin Michalzik, Bürgermeister von Wickede. Beide trugen beherzt und bodenständig ihre Gedanken vor. Sie kamen inhaltlich dem von Alfred Hammer benannten Interesse nach, den Stellenwert der Kirche im gesellschaftlichen Diskurs und die Bedeutung der Frage nach Gott zu benennen. Ihre verständliche Sprache und ihre deutlich gezeigte Bindung an evangelische wie katholische Kirche ermutigten viele im Publikum, mit Fragen und oft sehr persönlichen Äußerungen zum Gespräch beizutragen. Von Politikern wünschte man sich die Bereitschaft, sich gegenseitig nicht nur zu kritisieren sondern auch wertzuschätzen. Wie man sich mit rechtsradikalen, aggressiven Auftreten konstruktiv auseinandersetzen könne, wurde ebenfalls diskutiert.
Text: Kathrin Koppe-Bäumer

Gottesdienstzeiten

Sonntags

10.00 Uhr in der Christuskirche

An Feiertagen gelten gelegentlich Sonderzeiten.

 Öffnungszeiten der Christuskirche

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